Der Alltag ist eingekehrt, um 7 Uhr (!!!) klingelt der Wecker, um 9 geht die Arbeit in der School of Hope los.
Ich hatte diese Woche das Ausschlag gebende Meeting, in dem ich meine Ideen und Vorstellungen präsentiert habe und die zuständigen Lehrer erzählt haben, wie sie es sich vorstellen.
Das ganze verlief sehr gut, sie waren begeistert von meinen Ideen. Darüber hab ich mich natürlich sehr gefreut! Jetzt kann ich richtig los legen, es gibt viel zu tun!
Ansonsten hab ich wieder viel Neues erlebt in der vergangenen Woche.
Am Samstag war ich ja mit Tineke in den Townships. Die Tour wurde von einem Einheimischen geleitet, der selber im ältesten Township der Region lebt. Mit einem kleinen, sogenannten Minibus sind wir durch die Straßen dieser Viertel gefahren. Erschreckend in was für kleinen, herunter gekommenen Häusern und unter was für schrecklichen Umständen die Leute dort leben. Und genau deshalb ist es so verwunderlich für Menschen wie mich, die den europäischen Standard gewöhnt sind, zu sehen wie glücklich die Menschen dort trotz allem sind. Sie lachen, tanzen, machen offensichtlich das Beste daraus. Vor allem die Kinder strahlen eine Lebensfreude aus von der sich so mancher aus unseren Breiten etwas abschauen könnte. Total herzlich sind uns die Kleinen in die Arme gelaufen, haben mit uns gesungen getanzt und waren begeistert von unseren Kameras. Noch besser fanden sie natülirch die mitgebrachten Lutscher :-)
An diesem Tag hatten wir das volle Kontrastprogramm, denn zum Abendbrot sind wir zum "Canal Walk", eines der größten Shoppingcenter der Welt gefahren, um dort Abendbrot zu essen. Unglaublich, es ist wie eine eigene Stadt! Hätte ich nicht drei meiner Mitbewohner bei mir gehabt, hätte ich mich mit Sicherheit verlaufen :-)
Am Sonntag war das Wetter einfach so traumhaft (um die 30 Grad), dass wir zum Strand gefahren sind. An diesem Strand, "Clifton Beach", sieht es aus wie in einem Reisekatalog. Das Meer türkis, der Sand weiß, der Himmel blau und die Palmen ragen aus der Erde. Das einzige Minus ist das saulkalte Wasser des Ozeans. Ich habe mich nur mit den Füßen rein getraut :-)
| Mit Desiree am Strand, sie ist ebenfalls Praktikanntin, wohnt aber in einem anderen Haus. |
Am selben Abend sind wir dann noch ins Kino gefahren. Meinen ersten Kinofilm, "Findet Nemo" auf Englisch habe ich vor 5 Jahren in Kalifornien geguckt. Dieses Mal haben wir usn für etwas anpruchvolleres entschieden, "Salt" mit Angelina Jolie. Mal davon abgesehen, dass es nicht der beste Film ist, den ich in letzter Zeit gesehen habe, habe ich alles gut verstanden. Natürlich nicht alle Wörter, aber den Kontext habe ich verstehen können :-)
jedoch muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht vom südafrikanischen Pocorn bin! Es gibt so viele verschiedene Geschmacksrichtungen. Zum Beispiel Käse, Curry, Salz und so ne Sachen, aber es gibt keinsüßes Popcorn :-( Aber der Schokoshake hat das dann entschädigt :-)
| In großer Gruppe vor dem Kino! |
| Mein "Kunstwerk" :-) |
Am Mittwochmorgen musste ich dann das erste Mal die Mechaniker der Autovermietung anrufen. Den Abend zuvor hatten wir eine Praktikanntin aus einem anderen haus besucht und bei dem Versuch nach Hause zu fahren brauchten wir zwanzig Minuten um den alten VW Chico überhaupt anzukriegen. Aber das war eine Sache von zehn Minuten, es musste nur ein Teil im Motor ausgetauscht werden.
Dann endlich im Auto sitzend um zur Arbeit zu fahren, machte mich ein vorbeigehender Herr darauf aufmerksam, dass irgendwas zwischen der Motorhaubenklappe steckt. Da hatten die Mechaniker doch tatsächlich einen Schraubenschlüssel in meinem Auto vergessen :-) Ja ja, das ist Afrika!
Am Abend war unsere ganze WG und Desiree, das Mädel aus einem anderen Haus, wieder am "Clifton Beach". Dieses Mal zum Abendbrot essen beim Sonnenuntergang! Nicht nur schöner als im Haus sondern sogar auch billiger!
| Auf einem kuscheligen Sofa mit leckeren Fruchtshakes, Kristin und Romi. |
| Die ganze Bande! |
Auch in meinem Zimmer fühle ich mich schon viel wohler! Tineke und ich ahben die Woche ien sehr shcönes Poster gekauft und ich habe mir einen Haufen Fotos ausgedruckt. Nun sieht es schon mehr nach Pia aus :-)
Neben den ganzen tollen Erfahrungen und Erlebnissen, hatte ich diese Woche leider auch eine nicht ganz so schöne Begegnung, Auf dem Weg zur Arbeit wollten mir zwei Typen an der Ampel mein Auto klauen. Doch zum Glück hatte ich jede Tür von innen verschlossen und sie versuchten vergebens die Türen zu öffnen. Auch das ist nun mal Südafrika.
Das war es erstmal wieder von mir diese Woche!
Ich hoffe, ich konnte euch wieder ein Bischen an meinem Abenteuer Afrika teilhaben lassen und sende ganz viele liebe Grüße vom anderen Ende der Welt!
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